Wenn der Toni mit der Vroni … einen Erbvertrag schließt

17.12.2018

Toni aus Linz und Vroni aus Landshut sind einander in großer Liebe zugetan. Heiraten wollen sie freilich nicht, denn gegen die Ehe haben sie beide so ihre Vorbehalte. Es ist für sie aber selbstverständlich, dass sie einander gegenseitig zu Erben einsetzen wollen. Nach deutschem Recht können beliebige Personen einen Erbvertrag eingehen, Ehe oder Verwandtschaft sind nicht erforderlich. Nach österreichischem Recht kann ein Erbvertrag hingegen nur zwischen Ehegatten und eingetragenen Partnern abgeschlossen werden.

ENZ – Das Europäische Nachlasszeugnis

17.12.2018

Gemäß der Europäischen Erbrechtsverordnung (EuErbVO) ist der Nachlass grundsätzlich in jenem Staat abzuhandeln, in dem der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Dies gilt für sämtliche Nachlasswerte, also auch solche, die in anderen Staaten gelegen sind. Verstirbt also beispielsweise ein deutscher Staatsangehöriger, der in Deutschland auch seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte, jedoch ein Ferienhaus in Kufstein sein Eigen nennen konnte, so ist das deutsche Nachlassgericht auch für die Abhandlung hinsichtlich der Ferienwohnung in den Tiroler Bergen zuständig.

Erbrecht goes Europe!

12.12.2018

Seit dem 17.08.2015 rückt Europa jedenfalls erbrechtlich näher zusammen. Für alle Erbfälle ab diesem Datum gilt nämlich die Europäische Erbrechtsverordnung (EuErbVO). Seitdem wird innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten (Ausnahme: Dänemark, Irland und der Noch-Mitgliedsstaat Großbritannien) bei einem Erbfall und dem dann anwendbaren nationalen Recht einheitlich auf den letzten gewöhnlichen Aufenthaltsort des Erblassers abgestellt.